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rimini und umgebung · viserbella di rimini

Hinterland von Rimini: sehenswerte Dörfer nahe dem Hotel Viking

Vom Hotel Viking in Viserbella erreichen Sie mit dem Auto die schönsten Dörfer im Hinterland von Rimini: Santarcangelo in etwa 15 Minuten, San Marino in etwa 35–40, dazu San Leo, Gradara, Verucchio und das Valmarecchia. Wir sind ganzjährig geöffnet und haben einen Privatparkplatz gegenüber dem Hotel: der ideale Ausgangspunkt, um Meer, Burgen, Genuss und Hügel abzuwechseln, auch im Frühling und Herbst.

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01Die schönsten Dörfer im Hinterland

Die Fahrzeiten sind Richtwerte mit dem Auto ab Hotel und können je nach Verkehr variieren. Die genannten Restaurants und Osterien sind unsere persönlichen Empfehlungen, nicht gesponsert: Wir empfehlen, zu reservieren und Öffnungstage und -zeiten zu prüfen, die sich je nach Saison ändern können.

Ein Dorf mit Burg in den Hügeln des Hinterlands von Rimini, zwischen Wäldern und Feldern
Dörfer und Burgen in den Hügeln des Hinterlands

Santarcangelo di Romagna

Etwa 15 Autominuten vom Hotel Viking – Eine Viertelstunde vom Meer entfernt liegt ein Ort, der wie gemacht scheint für alle, die langsame Spaziergänge, belebte Plätze und Abendessen lieben, die spät enden. Santarcangelo di Romagna ist die natürliche erste Station jeder Reise ins Hinterland: nah genug, um es nach einem Strandtag zu erreichen, und reich genug an Geschichten, um einen ganzen Nachmittag zu verdienen. Hier wurde 1920 Tonino Guerra geboren, Dichter und Drehbuchautor Fellinis, und hier wurde auch Papst Clemens XIV. geboren, dem der Bogen gewidmet ist, der den Hauptplatz beherrscht.

Eine gepflasterte Gasse in der Altstadt von Santarcangelo di Romagna, mit Bougainvilleen und Pflanzen vor den Türen
Die blühenden Gassen der Altstadt

Der Platz, der Bogen und der Campanone

Das Herz des Ortes ist die Piazza Ganganelli, weitläufig und hell, mit dem Brunnen in der Mitte und den Arkaden, unter denen man auf einen Kaffee einkehrt. Abends leuchtet der Platz in warmem Licht, die Tische füllen sich, und der Blick wandert hinauf zum Hügel, wo der Campanone, der Stadtturm mit der Uhr, über das ganze Dorf wacht. Von hier geht es hinauf in die Altstadt: steile Gassen, pastellfarbene Häuser, kleine Läden und Ausblicke, die sich plötzlich über die Ebene bis zum Meer öffnen.

Eine Straße im Zentrum von Santarcangelo am Abend, mit Tischen im Freien und dem beleuchteten Glockenturm oben
Santarcangelo am Abend, mit dem beleuchteten Glockenturm

Die Rocca und das Geheimnis der Grotten

Auf dem Gipfel des Hügels erhebt sich die Rocca Malatestiana, deren großer Turm abends in Licht getaucht wird. Doch das wahre Geheimnis von Santarcangelo liegt unter den Füßen: Der Hügel ist von rund 150 in den Tuffstein gegrabenen Grotten durchzogen – Gänge, runde Säle und Nischen, über deren Ursprung bis heute diskutiert wird. Einige kann man mit örtlichen Führern besichtigen, andere liegen versteckt in den Kellern von Häusern und Restaurants. Ein paar Stufen hinabzusteigen und sich in der Kühle zwischen Sandsteinwänden und Stille wiederzufinden, ist eines der eindrucksvollsten Erlebnisse der ganzen Romagna.

Flaschen Sangiovese Riserva des Weinguts Collina dei Poeti in Santarcangelo, bereit für die Verkostung
Eine Weinprobe in Santarcangelo

Handwerker, Künstler und Legenden

Santarcangelo ist auch ein Ort geschickter Hände. In der Antica Stamperia Marchi werden die Romagna-Stoffe noch von Hand mit alten Holzstempeln und dem typischen Rostrot bedruckt: Tischdecken, Vorhänge und Schürzen sind ein echtes Souvenir – ganz anders als Kühlschrankmagnete. Etwas außerhalb des Zentrums, am Fluss Marecchia, liegt Mutonia, das Dorf der Mutoid-Künstler, wo riesige Skulpturen aus recyceltem Metall ein Feld in eine Freiluftgalerie verwandeln. Und im November, um den 11., kommt die Fiera di San Martino, auch Fiera dei Becchi genannt: Unter dem Bogen werden Hörner aufgehängt, und die Legende besagt, dass sie schwingen, wenn ein betrogener Ehemann darunter hindurchgeht.

Eine große Skulptur aus recyceltem Metall in Mutonia, dem Künstlerdorf in Santarcangelo di Romagna
Eine Skulptur aus recyceltem Metall in Mutonia

Zu Tisch: wo man in Santarcangelo isst

Hierher kommt man auch – und vielleicht vor allem – zum Essen. Die Küche ist die authentischste der Romagna: warme Piadina, Passatelli in brodo, Strozzapreti, Cappelletti, Kaninchen in Porchetta-Art, und dazu ein Glas Sangiovese. Der berühmteste Name ist die Osteria La Sangiovesa in einem Palazzo aus dem 18. Jahrhundert im Zentrum, ausgezeichnet mit den Tre Gamberi des Gambero Rosso 2026 und im Slow-Food-Führer Osterie d’Italia vertreten: Viele Produkte kommen direkt von der Tenuta Saiano. Das Ristorante Lazaroun, seit 1965 in Familienhand, ist berühmt für Fleisch vom Grill und seine Tuffsteingrotte, in der Käse und Wein reifen und die man besichtigen kann. Für eine modernere Atmosphäre gibt es Dai Galletti nahe der Rocca, mit Garten zwischen Olivenbäumen; zu den traditionsreichen Adressen des Ortes zählt auch das Ristorante Zaghini an der Piazza Gramsci.

Ein Teller handgemachte Tagliatelle al ragù, Romagna-Küche aus Santarcangelo di Romagna
Tagliatelle al ragù in Santarcangelo di Romagna

Die Veranstaltungen des Jahres

Im Mai füllt sich die Altstadt mit Pflanzen und Blumen bei Balconi Fioriti. Im Juli kommt das Santarcangelo Festival, eines der wichtigsten Festivals für Theater und darstellende Kunst in Italien, das seit über fünfzig Jahren Aufführungen auf die Plätze und an die ungewöhnlichsten Orte des Städtchens bringt. Am letzten Septemberwochenende folgt die Fiera di San Michele, die älteste Messe des Ortes, dem Schutzpatron, der Natur und den Genüssen gewidmet, mit der typischen Wasserzwiebel (cipolla dell’acqua). Im November, um San Martino, beschließt die Fiera dei Becchi das Jahr mit Ständen, Kastanien und neuem Wein.

Ein Brett mit Wurst und Käse und ein Glas Wein in einer Osteria in Santarcangelo
Brett mit Wurst und Käse und ein Glas Wein

Der Tipp vom Viking: Kommen Sie am späten Nachmittag, steigen Sie zum Sonnenuntergang zur Rocca hinauf, besichtigen Sie eine Grotte und bleiben Sie zum Abendessen. In einer Viertelstunde sind Sie wieder im Hotel, ganz nah am Meer.

Der Gastraum einer Osteria in der Altstadt von Santarcangelo, mit Ziegelbögen und Weinregalen
Eine Osteria mit Ziegelbögen in der Altstadt

San Marino

Etwa 35–40 Autominuten vom Hotel Viking – Nicht jeden Tag wechselt man zum Mittagessen den Staat. Die Republik San Marino, hoch oben auf dem Monte Titano, ist einer der kleinsten und ältesten Staaten der Welt: Der Überlieferung nach wurde sie im Jahr 301 n. Chr. von Marinus gegründet, einem Steinmetz, der aus Dalmatien kam, um den Stein des Berges zu bearbeiten. Seit 2008 sind die Altstadt und der Monte Titano UNESCO-Welterbe, und man muss nur hinaufkommen, um zu verstehen, warum: Mauern, Türme, Glockentürme und ein Panorama, das an klaren Tagen die ganze Küste der Romagna bis zum Meer umfasst.

Der Ausblick vom Monte Titano in San Marino über die Hügel und das Tal bis zum Meer der Riviera
Von San Marino reicht der Blick bis zum Meer

Die Drei Türme über dem Abgrund

Das Symbol der Republik sind die Drei Türme, die auch auf der Flagge abgebildet sind. Die Guaita, der Erste Turm, ist der älteste und meistfotografierte: Er scheint sich an den Felsen zu klammern, dessen Wand Hunderte Meter ins Tal abfällt. Ein Panoramaweg, der Passo delle Streghe, verbindet ihn mit der Cesta, dem Zweiten Turm, in dem sich das Museum für antike Waffen befindet; weiter hinten, einsam im Wald, steht der Montale, der Dritte Turm. Diesen Grat am späten Nachmittag entlangzugehen, wenn das Licht golden wird, ist einer dieser Momente, die bleiben.

Die Guaita, der erste Turm von San Marino, auf dem Felsen des Monte Titano steil über dem Tal
Die Guaita, der erste der Drei Türme, auf dem Felsen

Der Palazzo Pubblico und die Zeremonien der Republik

An der Piazza della Libertà steht der Palazzo Pubblico, Sitz der Regierung, mit seinem Zinnenturm und der Uhr. Zweimal im Jahr, am 1. April und am 1. Oktober, findet hier die Amtseinführung der beiden Capitani Reggenti statt, der Staatsoberhäupter, die nur sechs Monate im Amt bleiben: ein alter Ritus mit Umzug, Trachten und Uniformen, den man mindestens einmal gesehen haben sollte. Rundherum bilden die Straßen des Zentrums ein Geflecht aus Treppen, Aussichtspunkten, kleinen Museen und Läden mit Keramik, Briefmarken und Sammlermünzen.

Der Palazzo Pubblico von San Marino an der Piazza della Libertà, mit Uhrturm und Freiheitsstatue
Der Palazzo Pubblico an der Piazza della Libertà

Wer stilvoll ins Zentrum gelangen möchte, kann das Auto in Borgo Maggiore abstellen und mit der Seilbahn hinauffahren, die in wenigen Minuten einen spektakulären Blick über das Tal bietet. Und wer im Winter hier ist, findet mit etwas Glück den Titano verschneit: Der Schnee auf den Mauern und die abendlichen Lichter verwandeln San Marino in eine kleine Weihnachtskrippe.

Die zinnenbewehrten Wehrgänge der Guaita mit Blick auf den Grat des Titano und den dritten Turm, den Montale
Von den Wehrgängen der Guaita in Richtung Montale

Shopping ohne Eile

San Marino ist seit jeher ein beliebtes Ziel zum Einkaufen: In der Altstadt gibt es Kunsthandwerk, typische Liköre, Keramik und Souvenirs, im Tal ein modernes Einkaufszentrum mit Boutiquen großer Modemarken. Ein Tag hier kann problemlos Kultur, Spaziergänge und Einkäufe verbinden.

Zu Tisch: die Spezialitäten des Titano

Die Küche San Marinos ist eng mit der romagnolischen verwandt, hat aber einige ganz eigene Gerichte. Probieren sollten Sie die Nidi di rondine (Schwalbennester), gerollte Ofenpasta mit Schinken, Fleisch, Käse und Tomate; Tagliolini mit Hammelragout; Bohnen mit Schwarte. Bei den Süßspeisen die berühmte Torta Tre Monti, dünne Waffeln mit Schokolade, inspiriert von den Drei Türmen, und zu Weihnachten der Bustrengo. Im Glas die Weine des Consorzio Vini Tipici di San Marino: die Roten Brugneto und Tessano, die Weißen Biancale und Roncale, der Moscato. Zum Essen im Zentrum gehören zu den beliebtesten Lokalen der Ritrovo dei Lavoratori mit schnörkelloser traditioneller Küche, das Ristorante Cesare am Aufstieg zur Rocca und La Terrazza im Hotel Titano mit Panoramablick; für eine schnelle Piadina Il Matterello.

Zweimal im Jahr, am 1. April und am 1. Oktober, findet die Amtseinführung der Capitani Reggenti mit einem Umzug in historischen Gewändern statt. Ende Juli kehrt die Altstadt ins Mittelalter zurück: mit dem großen historischen Fest der Giornate Medioevali, seit 2026 San Marino Antiqua genannt, mit Hunderten von Darstellern, Musikern und Armbrustschützen. Am 3. September ist das Fest des heiligen Marinus und der Gründung der Republik, mit historischem Umzug, Armbrustwettbewerb und Feuerwerk. Und von Ende November bis 6. Januar erstrahlt der Titano mit Il Natale delle Meraviglie, mit Märkten, Lichtern und Aufführungen.

Der Uhrturm des Palazzo Pubblico in San Marino, mit den Mosaiken der Schutzheiligen und der Glocke
Der Turm des Palazzo Pubblico, Sitz der Capitani Reggenti

Der Tipp vom Viking: Fahren Sie früh morgens los, um die Türme fast für sich allein zu haben, essen Sie im Zentrum zu Mittag und fahren Sie bei Sonnenuntergang hinunter. In weniger als einer Stunde sind Sie wieder im Hotel – Zeit für einen Sprung in den Pool.

San Leo

Etwa 45 Autominuten vom Hotel Viking – Wenn es einen Ort gibt, der einem beim ersten Blick den Atem raubt, dann San Leo. Das Dorf und seine Festung ruhen auf einem riesigen Felsblock mit steil abfallenden Wänden, einer Art steinernem Schiff hoch über dem Valmarecchia. Der einzige Zugang ist eine in den Fels gehauene Straße, die in Serpentinen bis zum Tor des Ortes hinaufführt: Schon die Ankunft ist ein kleines Schauspiel. Nicht zufällig erwähnt Dante den Ort im IV. Gesang des Purgatorio, und nicht zufällig sprechen Künstler und Schriftsteller seit Jahrhunderten von einem der eindrucksvollsten Orte Italiens.

Das Eingangstor des Dorfes San Leo, mit Ziegelbogen und ansteigender Straße
Das Eingangstor des Dorfes San Leo

Die Festung des Grafen Cagliostro

Auf dem Gipfel des Felsens thront die Renaissancefestung, die der sienesische Architekt Francesco di Giorgio Martini für die Montefeltro umgestaltete, mit runden Türmen, die der Artillerie standhalten sollten. Jahrhundertelang galt sie als uneinnehmbar und diente später als päpstliches Gefängnis. Der berühmteste Gefangene war Giuseppe Balsamo, der legendäre Graf Cagliostro, Alchemist und Abenteurer, der hier bis zu seinem Tod 1795 eingesperrt war: Seine Zelle, der sogenannte Pozzetto, kann noch heute besichtigt werden und ist einer der eindringlichsten Momente des Museumsrundgangs. Von den Bastionen reicht der Blick bis San Marino und an klaren Tagen bis zum Meer.

Die Festung von San Leo auf dem steil abfallenden Felsen über dem Valmarecchia
Die Festung von San Leo, etwa 45 Minuten vom Hotel. Foto: Pro Loco San Leo

Pfarrkirchen, Legenden und Heilige

Das um die Piazza Dante Alighieri gruppierte Dorf bewahrt zwei romanische Juwelen: die vorromanische Pieve, klein und streng, und den aus Sandstein erbauten Dom. San Leo war im 10. Jahrhundert auch Zufluchtsort Berengars II., König von Italien, der sich auf dem Felsen verschanzte, um Kaiser Otto I. zu trotzen. Und die Überlieferung erzählt, dass genau hier im Jahr 1213 der heilige Franziskus von Graf Orlando Cattani den Berg La Verna geschenkt bekam, wo er später die Stigmata empfing. Kurz gesagt: Jeder Stein hat etwas zu erzählen. Nehmen Sie sich Zeit, ziellos durch die Gassen zu schlendern und an den Aussichtspunkten innezuhalten.

Der romanische Dom von San Leo aus Sandstein, mit den Apsiden und der Wiese davor
Der romanische Dom von San Leo aus Sandstein

Die beste Zeit für einen Besuch? Der Frühling, wenn die Wiesen rund um den Felsen leuchtend grün sind, oder der Herbst, wenn sich das Tal rot und golden färbt und es nach Kastanien und Trüffeln duftet. Im Sommer fährt man am besten früh morgens oder am späten Nachmittag hinauf, wenn das flache Licht den Stein der Festung zum Leuchten bringt.

Die grünen Hügel um San Leo im Frühling, mit Wiesen, Wäldern und Bauernhäusern des Montefeltro
Die Hügel um San Leo im Frühling

Zu Tisch: Formaggio di fossa und Trüffel

Die Küche von San Leo ist die des Montefeltro, bergiger und kräftiger als die der Küste. König der Tafel ist der Formaggio di fossa, der in Tuffsteingruben gereift wird: Das nahe Talamello nennt ihn wegen seiner Farbe „Bernstein“. Dazu Trüffel, schwarz oder weiß je nach Saison, Passatelli, Cappelletti aus dem Montefeltro, Lamm und Gegrilltes. Die traditionsreiche Adresse ist das Ristorante Locanda La Rocca, seit 1966 von derselben Familie geführt und im Slow-Food-Führer Osterie d’Italia vertreten, berühmt für Passatelli mit schwarzem Trüffel und Gerichte mit Formaggio di fossa. Sehr geschätzt ist auch die Osteria La Corte di Berengario II für hausgemachte Pasta wie Tagliatelle und Ricotta-Ravioli, während man die Osteria Belvedere vor allem wegen der Aussicht wählt.

Im Sommer, meist im Juli, bringt das San Leo Festival Konzerte mit Alter Musik und geistlicher Musik in die Pfarrkirchen und auf die Plätze des Ortes. Ende August folgt AlchimiAlchimie: zwei Nächte rund um den Grafen Cagliostro mit Feuershows, Magie, Straßenkünstlern und Feuerwerk über der Festung – der eindrucksvollste Moment des Jahres.

Der mittelalterliche Glockenturm von San Leo auf dem Felsen, neben dem Dom
Der Glockenturm von San Leo auf dem Felsen neben dem Dom

Der Tipp vom Viking: Für San Leo sollten Sie sich einen ganzen Tag nehmen, vielleicht kombiniert mit Pennabilli oder mit Sant’Agata Feltria an den Herbstsonntagen der Trüffelmesse. Tragen Sie bequeme Schuhe: Die Anstiege sind steil, aber jede Kurve belohnt die Mühe mit einem neuen Panorama.

Das vergitterte Fenster der Zelle des Cagliostro in der Festung von San Leo, mit Blick auf das Valmarecchia
Aus dem Fenster von Cagliostros Zelle: der Blick auf das Valmarecchia

Gradara

Etwa 35 Autominuten vom Hotel Viking – Gleich hinter der Grenze zu den Marken, auf einem Hügel mit Blick aufs Meer, wirkt Gradara wie aus einem Märchenbuch: ein doppelter Ring aus Zinnenmauern, Türme, befestigte Tore und ganz oben die Burg (Rocca). Es ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Städtchen Italiens, gehört zu den „Borghi più belli d’Italia“ und gewann 2018 den Titel „Borgo dei Borghi“. Vor allem aber ist es der Schauplatz einer der berühmtesten Liebesgeschichten der Literatur.

Das mittelalterliche Dorf Gradara mit Zinnenmauern und der Burg auf dem Hügel, im Hintergrund das Meer
Gradara: die Mauern, die Burg und im Hintergrund das Meer

Paolo und Francesca – die Liebe, die Dante nicht vergaß

Der Überlieferung nach verliebte sich hinter diesen Mauern Francesca da Polenta, die mit Gianciotto Malatesta verheiratet worden war, in ihren Schwager Paolo. Sie lasen gemeinsam die Abenteuer von Lancelot und Guinevere, als sie sich zum ersten Mal küssten; sie wurden entdeckt und beide getötet. Dante begegnet ihnen im fünften Gesang des Inferno, für immer vom Sturm der Wollüstigen umhergetrieben, und seine Verse haben Gradara zu einem romantischen Pilgerziel gemacht. In der Burg besichtigt man das Zimmer der Francesca mit dem Bett, dem Lesepult und der Falltür, durch die Paolo der Erzählung nach geflohen sein soll.

Mauern, Türme und Wehrgänge

Die Burg, von den Malatesta errichtet und später im Besitz der Sforza und der Della Rovere, beherbergte auch Lucrezia Borgia, die Frau von Giovanni Sforza. Heute ist sie ein Museum, das mit freskengeschmückten Sälen, Rüstungen und historischem Mobiliar die Atmosphäre eines Renaissancehofs wieder aufleben lässt. Das eigentliche Vergnügen ist aber ein Spaziergang auf den Mauern: Auf dem Wehrgang umrundet man das Städtchen von oben, zwischen Zinnen und Schießscharten, während in der Ferne die Adria glitzert. Unterhalb der Mauern laden Wege und Gärten mit Zypressen und Olivenbäumen zu einem zeitlosen Spaziergang ein.

Die Ziegelmauern und zinnenbewehrten Türme von Gradara, mit Zypressen und Wiese am Fuß der Stadtmauer
Die Mauern und Zinnentürme von Gradara

In manchen Sommern verwandelt sich der Ort im Juli für das „Assedio al Castello“, ein historisches Spektakel mit Waffenknechten, Feuern, Musikanten und Vorführungen, das Gradara ins 15. Jahrhundert zurückversetzt. Außerhalb der Saison werden die Gassen dagegen wieder still und romantisch: ideal für einen Spaziergang zu zweit, am besten bei Sonnenuntergang, wenn sich der Stein orange färbt. Entlang der Hauptstraße hinauf zur Burg reihen sich Handwerksläden, Weinhandlungen und kleine Geschäfte mit regionalen Produkten – ideal für ein Mitbringsel.

Zu Tisch: Formaggio di fossa und Küche der Marken

In Gradara mischt sich die Küche der Romagna mit der der Marken: Piadina und Crescia, hausgemachte Pasta, Fleisch vom Grill, Formaggio di fossa (in Gruben gereifter Käse) und im Glas ein Sangiovese dei Colli Pesaresi oder ein frischer Bianchello del Metauro. Zu den bekanntesten Lokalen gehört das Ristorante Osteria La Botte in einem Palazzo aus dem 17. Jahrhundert am Ortseingang, berühmt für Gerichte mit Formaggio di fossa wie die gefüllten Cappellacci. Sehr beliebt ist auch die Osteria Il Gufetto, wo Einheimische wegen Pasta und Fleisch einkehren; die Locanda Quinto Canto hat eine Terrasse mit Blick auf den Bergfried, und die Taverna Paradiso wird für ihre gemischten Vorspeisen und die Tagliata geschätzt.

Eine auf der Platte gebackene Piadina romagnola, gefüllt mit Wurst und Weichkäse
Piadina mit Salsiccia

Von Ende November bis zum 6. Januar wird der Ort zum „Castello di Natale“ mit Weihnachtsmärkten, Vorführungen und Führungen zwischen den beleuchteten Mauern. In manchen Sommern findet im August in Gradara auch The Magic Castle statt, ein Festival der Magie und Fantasie für Groß und Klein; das „Assedio al Castello“ im Juli gibt es dagegen nicht jedes Jahr – prüfen Sie den Kalender am besten vor der Abfahrt.

Der Tipp vom Viking: Gradara ist perfekt für einen halben Tag. Besichtigen Sie die Burg am Nachmittag, gehen Sie bei Sonnenuntergang die Mauern entlang und bleiben Sie zum Abendessen im Ort. Zurück sind Sie in gut einer halben Stunde im Hotel, vielleicht mit einem Halt an der Strandpromenade.

Verucchio

Etwa 25 Autominuten vom Hotel Viking – Verucchio ist der Balkon des Valmarecchia: ein Ort auf einem Felssporn, von dem aus man bei Sonnenuntergang sieht, wie das Tal zu Rimini und zum Meer hinabsteigt. Er gilt als Wiege der Malatesta, der Familie, die jahrhundertelang Rimini und halb Romagna regierte. Der Stammvater, Malatesta da Verucchio, ist so berühmt, dass Dante ihn im Inferno erwähnt und „il mastin vecchio“ (den alten Bluthund) nennt. Und doch spürt man auf dem Dorfplatz zuerst nicht Macht, sondern Ruhe: Steinhäuser, Geranien an den Fenstern, eine Stille, die nur die Glocken unterbrechen.

Die Rocca Malatestiana von Verucchio von oben, mit Uhrturm, Mauern und dem Dorf zu ihren Füßen
Die Rocca del Sasso von oben, über dem Ort

Die Rocca del Sasso und die Schätze der Villanova-Kultur

Ganz oben im Ort erhebt sich die Rocca Malatestiana, auch Rocca del Sasso genannt, eine der ältesten Festungen der Familie, mit Sälen, Türmen und Terrassen, die einen der schönsten Ausblicke der Provinz bieten. Abends, beleuchtet, scheint sie über den Dächern zu schweben. Verucchio bewahrt aber auch eine viel ältere Geschichte: Vor fast dreitausend Jahren blühte hier die Villanova-Kultur, und das Museo Civico Archeologico im ehemaligen Kloster Sant’Agostino zeigt außergewöhnliche Funde – vom erstaunlich fein gearbeiteten Bernsteinschmuck bis zum berühmten Holzthron, der die Jahrhunderte fast unversehrt überstanden hat. Eines dieser kleinen Museen, die einen sprachlos machen.

Die Rocca Malatestiana von Verucchio, beleuchtet bei Sonnenuntergang, mit Uhrturm und Bergfried
Die Rocca Malatestiana bei Sonnenuntergang

Spaziergänge, Klöster und Zypressen

Nach der Burg lohnt es sich, durch die Gassen zu schlendern, an den Aussichtspunkten zu verweilen und die Stiftskirche (Collegiata) zu besuchen. Weiter unten, Richtung Villa Verucchio, liegt das Franziskanerkloster Santa Croce, in dessen Kreuzgang eine riesige Zypresse wächst, die der Überlieferung nach vom heiligen Franziskus selbst gepflanzt wurde: ein Baum von etwa acht Jahrhunderten, einer der ältesten Italiens. Verucchio ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge entlang des Flusses Marecchia und für Radtouren durch die Hügel, zwischen Weinbergen und Olivenhainen, die mit jeder Jahreszeit ihre Farbe wechseln. Im Herbst, wenn der Nebel aus dem Tal aufsteigt und der Ort über den Wolken zu schweben scheint, ist der Anblick wirklich unvergesslich.

Die Rocca von Verucchio auf dem Felsen von unten gesehen, zwischen Olivenbäumen, abends beleuchtet
Die Burg auf dem Felsen, von den Olivenbäumen aus gesehen

Zu Tisch: Cappelletti, Mora Romagnola und Sangiovese

Die Küche von Verucchio ist die der Hügel um Rimini: handgemachte Cappelletti und Tagliatelle, Wurstwaren vom Mora Romagnola, der vor dem Aussterben geretteten einheimischen Schweinerasse, Trüffel, natives Olivenöl extra aus den Hügeln und Sangiovese dei Colli di Rimini. Das bekannteste Restaurant ist La Rocca, 1946 von Sante und Margherita eröffnet und heute in dritter Generation geführt: Man kommt wegen des legendären „Cappelletto della Margherita“, der hausgemachten Wurstwaren vom Mora Romagnola und einer Terrasse mit Blick bis zum Meer. In der Altstadt ist auch Al Mastin Vecchio mit Trüffel-Tagliatelle und Tagliata sehr beliebt, und für ein Glas Wein mit ein paar Häppchen gibt es die Osteria mit Weinhandlung Tiee – Cibo & Vino. Und vergessen Sie nicht ein Brett mit Wurst, Käse und Piadina: So beginnt man ein Abendessen auf echt romagnolische Art.

Ein Teller handgemachte Cappelletti in brodo, Küche der Hügel um Rimini
Handgemachte Cappelletti in Brühe

Im Juli findet auf dem Dorfplatz das Verucchio Music Festival statt: drei Konzertabende unter den Sternen im Herzen des Ortes. Im Herbst, Anfang Oktober, füllt die Festa della Storia (Storia, segreti e misteri) den Ort an zwei Wochenenden mit Vorträgen, Führungen und Veranstaltungen rund um Etrusker, Villanova-Kultur und Mittelalter.

Der Tipp vom Viking: Fahren Sie am späten Nachmittag hinauf nach Verucchio, besuchen Sie das archäologische Museum, genießen Sie dann den Sonnenuntergang von der Burg und bleiben Sie zum Abendessen. In weniger als einer halben Stunde sind Sie wieder im Hotel.

Montebello (Poggio Torriana)

Etwa 30 Autominuten vom Hotel Viking – Es gibt Orte, die man besichtigt, und Orte, denen man zuhört. Montebello, ein Ortsteil von Poggio Torriana, gehört zur zweiten Sorte: eine Handvoll Steinhäuser, gepflasterte Gassen und eine Burg über dem Valmarecchia, wo man sich seit mehr als sechs Jahrhunderten eine der berühmtesten Legenden Italiens erzählt. Man muss nur hier heraufkommen, das Auto stehen lassen und zum Aussichtspunkt gehen, um zu verstehen, dass die Zeit hier anders vergeht.

Der Ausblick von den Mauern von Montebello über die bewaldeten Hügel und die Calanchi (Erosionsrinnen) des Valmarecchia, mit dem Meer am Horizont
Von Montebello aus: Hügel, Calanchi und das Meer am Horizont

Die Legende von Azzurrina

Im Mittelpunkt von Montebello steht die Burg, die man mit Führungen besichtigt, bei denen die Geschichte von Azzurrina erzählt wird. Es heißt, Guendalina, die Tochter des Burgherrn, sei ein Albino-Kind gewesen: Um sie vor dem Aberglauben zu schützen, färbte man ihr die Haare, die durch die damaligen Pigmente bläulich schimmerten. Am Tag der Sommersonnenwende 1375 stieg das Mädchen beim Spielen mit einem Stoffball in den Eiskeller der Burg hinab und wurde nie wieder gefunden. Der Legende nach kann man in den Jahren, die auf 0 und 5 enden, genau am Tag der Sonnenwende noch ihre Stimme hören. Ob wahr oder nicht – der Besuch der Burg mit ihren eingerichteten Sälen und dem Eiskeller fasziniert Groß und Klein.

Der gepflasterte kleine Platz im Dorf Montebello mit Häusern aus Stein und Putz und Blick auf die Hügel
Die gepflasterten Gassen von Montebello

Die Madonna di Saiano über dem Fluss

Wenige Minuten von Montebello entfernt, auf einem Felssporn, der sich im Fluss Marecchia spiegelt, steht das Heiligtum der Madonna di Saiano mit seinem unverwechselbaren runden Turm. Der Ort ist von fast unwirklicher Schönheit, besonders im Frühling und Herbst, wenn das weiche Licht den Stein zum Leuchten bringt und sich das Tal mit Farben füllt. Ringsum führen Wege und Schotterstraßen durch Felder, Wälder und Weinberge, mit Ausblicken auf das Valmarecchia, die wie gemalt wirken.

Das Valmarecchia von oben, mit dem Fluss Marecchia, den Felswänden und den Bergen des Montefeltro
Das Marecchia-Tal von Montebello aus gesehen

Tenuta Saiano, das Weingut in den Hügeln

Genau in diesen Hügeln liegt die Tenuta Saiano, ein Bio-Weingut, das 2003 von den Inhabern der Osteria La Sangiovesa in Santarcangelo gegründet wurde. Hier entstehen Sangiovese Superiore und Riserva, ein Rosé-Schaumwein und die Rebola, der typische Weißwein der Colli di Rimini. Im Hofladen kann man Weine und Produkte des Guts direkt kaufen. Hier befindet sich auch das Olfattorio, die kreative Werkstatt, in der aromatische Liköre und Wermut entstehen: Dutzende Gläser mit Kräutern, Wurzeln und Gewürzen, an denen man einzeln riechen kann, um die Zutaten jedes Rezepts zu entdecken. Besichtigungen und Verkostungen nach Voranmeldung.

Zu Tisch: Steinpilze, Cappelletti und ländliche Osterien

Die Küche dieser Hügel duftet nach Wald und Bauernhof: Cappelletti, Tagliatelle, Kaninchen „in porchetta“, Wurstwaren und im Herbst Steinpilze – auch frittiert – und Trüffel. Il Chiosco di Bacco, im Guide Michelin empfohlen, ist eine feste Adresse für hausgemachte Pasta und gereiftes Fleisch, mit einer schönen Weinkarte. In Torriana wurde Il Povero Diavolo – Osteria Sociale, ein traditionsreiches Restaurant der Gegend, 2024 als Sozialgenossenschaft neu eröffnet und bietet Gerichte wie Cappelletti mit Kaninchen. In Montebello, unterhalb der Burg, ist die Osteria del Borgo „dalla Elide“ der klassische Halt für einen Teller handgemachte Pasta nach der Besichtigung.

Ende Juli findet in Torriana „Scorticata – La Collina dei Piaceri“ statt: vier Abende mit Küche, Weinen der Colli di Rimini, Gastköchen und Musik, mit spektakulärem Blick über das Tal. Zu Sommerbeginn feiert die Festa Contadina die Piadina und die ländlichen Traditionen. Und für Liebhaber des Geheimnisvollen gibt es die Sommersonnenwende in den Jahren, die auf 0 und 5 enden, wenn sich der Legende nach Azzurrina wieder hören lässt: Der nächste Termin ist 2030.

Der Tipp vom Viking: Verbinden Sie an einem Tag die Burg von Montebello, die Madonna di Saiano und einen Halt bei der Tenuta Saiano. In einer halben Stunde sind Sie zurück im Hotel – mit ein paar Flaschen Sangiovese im Kofferraum.

Pennabilli und Sant’Agata Feltria

Etwa 1 Autostunde vom Hotel Viking – Fährt man das Valmarecchia hinauf bis ins Herz des Montefeltro, verändert sich die Landschaft: Die Hügel werden zu Bergen, die Wälder dichter und die Luft duftet nach Kastanien. Hier liegen, nur wenige Kilometer voneinander entfernt, zwei Orte wie aus einer Erzählung: Pennabilli, das Dorf der Poesie, und Sant’Agata Feltria, das Dorf der Märchen und des Trüffels. Ein Ausflug, der die Fahrt lohnt, besonders im Herbst.

Die verschneiten Hügel des oberen Valmarecchia um Pennabilli, mit Wäldern und verstreuten Häusern
Das obere Valmarecchia im Winter, unter Schnee

Pennabilli und die „Orte der Seele“ von Tonino Guerra

Pennabilli entstand aus der Vereinigung zweier alter Burgen, Penna und Billi, auf zwei Felsspornen. Der Dichter und Drehbuchautor Tonino Guerra, der mit Fellini „Amarcord“ schrieb, verbrachte hier seine letzten Lebensjahre und füllte den Ort mit kleinen Wundern, die er „luoghi dell’anima“, Orte der Seele, nannte. Der bekannteste ist der Orto dei frutti dimenticati, ein Garten mit alten, inzwischen seltenen Obstbaumsorten zwischen Skulpturen, Sonnenuhren und kleinen poetischen Winkeln. Wer durch Pennabilli spaziert, entdeckt an jeder Ecke weitere davon: Inschriften, Brunnen und Installationen, die seiner Fantasie entsprungen sind.

Der Roccione von Pennabilli mit dem Kreuz und den Resten der Burg, über den Steinhäusern des Dorfes
Der Roccione mit dem Kreuz über dem Ort

Dazu kommt eine überraschende Geschichte, die diesen Ort mit Tibet verbindet. Im 18. Jahrhundert war ein hier geborener Kapuzinermönch, Fra’ Orazio della Penna, viele Jahre Missionar in Lhasa. Wegen dieser Verbindung kam der Dalai Lama zweimal nach Pennabilli, 1994 und 2005, und weihte dabei eine Nachbildung der Glocke von Lhasa ein, die heute auf dem Hügel läutet. Im Juli findet im Ort außerdem eine der traditionsreichsten Antiquitätenausstellungen Italiens statt, die Sammler aus dem ganzen Land anzieht.

Häuser mit Laubengängen und Steinsäulen im Zentrum von Pennabilli, im Hintergrund der Roccione
Die Arkaden im Zentrum von Pennabilli

Sant’Agata Feltria und die Rocca delle Fiabe

Wenige Kilometer weiter wird Sant’Agata Feltria von der Rocca Fregoso überragt, die auf einem gewaltigen Felsblock erbaut ist. In ihr befindet sich die Rocca delle Fiabe, ein Museum für Kinder, in dem die Räume der Burg zu Kulissen für Märchen und Legenden werden – eine perfekte Idee für Familien. Im Ort steht auch das Teatro Angelo Mariani, das als eines der ältesten Holztheater Italiens gilt: 1605 gegründet und 1723 neu errichtet, ist es vollständig aus Kastanienholz und heute Kandidat für das UNESCO-Welterbe.

Der eigentliche Anziehungspunkt von Sant’Agata ist jedoch die Fiera Nazionale del Tartufo Bianco Pregiato, die nationale Messe des weißen Edeltrüffels, die den Ort jeden Herbst in einen großen Markt der Aromen und Düfte verwandelt. 2026 findet die 42. Ausgabe an den Sonntagen 4., 11., 18. und 25. Oktober sowie am 1. November statt, mit über 160 Ausstellern – Trüffelsucher, Käse- und Wurstproduzenten, Kastanien und Weine.

Edle weiße Trüffel aus dem Montefeltro auf einem Blatt Papier
Der weiße Edeltrüffel

Zu Tisch: weißer Trüffel, Steinpilze und Formaggio di fossa

In diesem Teil des Montefeltro isst man das Beste der Bergküche: weißen und schwarzen Trüffel, Steinpilze und Maipilze, Formaggio di fossa, Kastanien, Passatelli und Cappelletti. Für ein Gourmet-Erlebnis gibt es in Pennabilli Il Piastrino von Küchenchef Riccardo Agostini, mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, der Kräuter, Pilze und Produkte der Region mit viel Kreativität auf den Tisch bringt. Einfacher und geselliger ist Bel Fico – osteria di paese am Hauptplatz, in Räumen, die einst mit Werken von Tonino Guerra ausgestattet waren. In Sant’Agata Feltria ist die Trattoria Ciccioni, Osteria seit 1912 und im Register der historischen Unternehmen Italiens eingetragen, eine Institution für großzügige Hausmannskost; sehr beliebt sind auch L’Antenna dal Morino für Pilze, Trüffel und Cappelletti sowie das Ristorante Il Palazzo mit einem eigenen Menü zur Trüffelmesse.

Das Restaurant Piastrino im Begni-Park in Pennabilli, in einem Steinhaus mit Ziegeldach
Il Piastrino, Restaurant aus Stein in Pennabilli

Mitte Juni findet in Pennabilli „Artisti in Piazza“ statt, ein internationales Festival für Straßenkunst, Zirkus und Theater, das den Ort seit dreißig Jahren in eine Freilichtbühne verwandelt. Im Juli ist die Zeit der Mostra Mercato Nazionale d’Antiquariato, einer der traditionsreichsten Antiquitätenmessen Italiens. In Sant’Agata Feltria gibt es neben der Trüffelmesse im Oktober an den Sonntagen von Ende November bis Mitte Dezember „Il Paese del Natale“ mit Weihnachtsmärkten, Krippen und Feuerwerk.

Der Tipp vom Viking: Wählen Sie einen Herbstsonntag, fahren Sie morgens los, schlendern Sie in Sant’Agata zwischen den Ständen der Trüffelmesse und fahren Sie am Nachmittag hinauf nach Pennabilli zum Orto dei frutti dimenticati. Zurück im Hotel wartet das Meer, eine Autostunde entfernt.

02Aromen und Weine der Hügel

Das Hinterland ist auch Genuss: Piadina, Formaggio di fossa, Trüffel, Olivenöl und die Weine der Colli di Rimini wie Sangiovese und Rebola. Viele Osterien und Weingüter liegen direkt an der Strecke zu den historischen Dörfern. Im Hotel erwartet Sie unsere romagnolische Küche.

Flaschen Marnoso, Sangiovese di Romagna des Weinguts Villa Otto Lune, vor den Fässern
Sangiovese di Romagna aus den Hügeln

03Herbstveranstaltungen im Hinterland

Den vollständigen Kalender finden Sie auf der Seite Veranstaltungen in Rimini. Termine und Programme können sich ändern: Prüfen Sie sie immer auf den offiziellen Websites.

04Warum vom Hotel Viking aus starten

05Die historischen Dörfer auf einen Blick: Entfernung vom Hotel

Santarcangelo di Romagnaca. 15 Minuten mit dem Auto
Verucchioca. 25 Minuten mit dem Auto
Montebello (Poggio Torriana)ca. 30 Minuten mit dem Auto
Gradaraca. 35 Minuten mit dem Auto
San Marinoca. 35–40 Minuten mit dem Auto
San Leoca. 45 Minuten mit dem Auto
StartHotel Viking, Viserbella di Rimini, Privatparkplatz vor dem Eingang
Wannganzjährig; im Herbst Dorffeste, junger Wein (Vino novello) und Fiera dei Becchi

Fragen Sie uns an der Rezeption: Wir empfehlen Ihnen eine Tagesroute, gute Adressen zum Essen und was Sie nicht verpassen sollten. Zurück im Hotel erwarten Sie die romagnolische Küche und der Garten. Für Radfahrer gibt es den Fahrradurlaub, für die Feiertage die Seiten Weihnachten und Silvester und Ostern und Brückentage.

Ein mittelalterliches Dorf im Hinterland von Rimini auf den Hügeln
Ein historisches Dorf im Hinterland von Rimini

06Was unsere Gäste sagen

Was unsere Gäste auf TripAdvisor schreiben.

Die Ausflüge

„Möglichkeit, mit Hilfe des Personals an der Rezeption Ausflüge ins Hinterland zu buchen“

Meer und Hügel

„sehr schöner Blick vom Balkon, auf der einen Seite aufs Meer und auf der anderen ins Hinterland“

07Angebot anfragen

Schreiben Sie uns Ihre Reisedaten und wie viele Personen Sie sind: Wir erstellen Ihnen ein Angebot und geben Ihnen ein paar Tipps für Ihre Ausflüge. Wir antworten per WhatsApp, telefonisch unter 0541 721064 oder per E-Mail an info@viking.rimini.it.

Siehe auch: Veranstaltungen in Rimini · Kunststadt Rimini · Anfahrt.

08Häufige Fragen

Welches sind die schönsten Dörfer im Hinterland von Rimini?

Zu den meistbesuchten gehören Santarcangelo di Romagna, San Marino, San Leo, Gradara, Verucchio, Montebello (Poggio Torriana), Pennabilli und Sant’Agata Feltria: Burgen, Festungen der Malatesta, Grotten, Museen und Ausblicke über das Valmarecchia.

Wie weit ist San Marino vom Hotel Viking entfernt?

San Marino ist etwa 35–40 Autominuten vom Hotel Viking in Viserbella entfernt; Santarcangelo di Romagna etwa 15 Minuten.

Wann lohnt sich ein Besuch im Hinterland?

Das ganze Jahr über. Im Frühling und Herbst sind die Tage ideal für Spaziergänge durch die Dörfer; im Herbst finden die Nationale Weiße-Trüffel-Messe in Sant’Agata Feltria (Sonntage im Oktober) und die Fiera di San Martino in Santarcangelo (November) statt.

Braucht man ein Auto, um die Dörfer zu besuchen?

Mit dem Auto ist es am bequemsten, vor allem für San Leo, Pennabilli und Sant’Agata Feltria. Das Hotel hat einen Privatparkplatz gegenüber und Ladesäulen für Elektroautos mit 22 kW.

Ist das Hotel Viking im Herbst und Winter geöffnet?

Ja, das Hotel Viking ist ganzjährig geöffnet: Sie können das Meer von Rimini auch außerhalb der Saison mit Ausflügen ins Hinterland verbinden.

Wie weit ist Gradara vom Hotel Viking entfernt?

Etwa 35 Minuten mit dem Auto. Verucchio ist etwa 25 Minuten entfernt, San Leo etwa 45.

Helfen Sie bei der Planung eines Ausflugs ins Hinterland?

Ja, an der Rezeption empfehlen wir Ihnen Routen, Dörfer, Weingüter und Restaurants je nach Ihren Interessen und der Jahreszeit.

Wo lässt man das Auto vor und nach dem Ausflug?

Auf dem umzäunten und videoüberwachten Privatparkplatz vor dem Hotel, für 6 € pro Nacht.

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